Kurz gesagt: In Deutschland wird Müll in mehrere Tonnen getrennt: Restmüll (grau/schwarz), Biomüll (braun), Papier (blau), Verpackungen (gelb) und Glas (Container nach Farben). Viele Flaschen haben Pfand — sie gehen zurück in den Supermarkt. Seit Mai 2025 gelten strengere Regeln für die Biotonne; falsch befüllte Tonnen werden oft nicht geleert.
Die wichtigsten Tonnen im Überblick
| Tonne | Das gehört hinein | Das gehört NICHT hinein |
|---|---|---|
| Restmüll (grau/schwarz) | Hygieneartikel, Windeln, Zigarettenkippen, Staubsaugerbeutel, kaputtes Geschirr, stark verschmutzte Verpackungen | Batterien, Elektrogeräte, Schadstoffe |
| Biotonne (braun) | Obst- und Gemüsereste, Kaffeesatz, Eierschalen, Essensreste, Gartenabfälle | Plastiktüten — auch keine „kompostierbaren“! Kein Glas, kein Restmüll |
| Papiertonne (blau) | Zeitungen, Kartons (flach gefaltet), Briefe, Papierverpackungen | Verschmutzte Pizzakartons, Kassenbons (Thermopapier), beschichtetes Papier |
| Gelbe Tonne / Gelber Sack | Plastikverpackungen, Joghurtbecher (löffelrein), Konservendosen, Tetrapaks, Alufolie | Spielzeug, Zahnbürsten und andere Plastik-Produkte (nur Verpackungen!) |
| Glascontainer | Flaschen und Gläser ohne Pfand — getrennt nach Weiß-, Braun- und Grünglas | Trinkgläser, Fensterglas, Spiegel, Glühbirnen (alles in den Restmüll bzw. Wertstoffhof) |
Neu seit Mai 2025: strengere Regeln für die Biotonne
Nach der neuen Bioabfallverordnung darf Biomüll höchstens 1 % Fremdstoffe enthalten (max. 0,5 % Kunststoff). In vielen Kommunen wird kontrolliert: Falsch befüllte Tonnen bekommen einen Warnaufkleber und werden nicht geleert. Bei wiederholten Verstößen drohen je nach Kommune Bußgelder — in schweren Fällen bis zu 2.500 €. Welche Regeln genau gelten, entscheidet Ihre Stadt oder Ihr Landkreis.
Pfand: Flaschen zurück in den Supermarkt
Viele Flaschen und Dosen gehören in keine Tonne — auf sie gibt es Pfand. Sie geben sie am Automaten im Supermarkt zurück und bekommen Geld:
- Einwegpfand: 0,25 € — Plastikflaschen und Getränkedosen mit dem Einweg-Logo (Pfeil-Symbol). Seit 2024 auch Milchgetränke.
- Mehrwegpfand: 0,08–0,15 € — Glas- und stabile Plastikflaschen (Bier 0,08 €, Wasser/Saft meist 0,15 €).
- Kein Pfand: Wein- und Spirituosenflaschen, Marmeladengläser — die gehören in den Glascontainer.
Was ist mit großen oder besonderen Sachen?
- Sperrmüll (Möbel, Matratzen): bei der Stadt anmelden — Abholung ist oft ein- bis zweimal im Jahr kostenlos. Möbel einfach auf die Straße stellen ist verboten und kann ein Bußgeld kosten.
- Elektrogeräte: Wertstoffhof oder größere Elektromärkte (nehmen kleine Geräte kostenlos zurück). Niemals in den Restmüll.
- Batterien und Akkus: Sammelboxen im Supermarkt oder Drogeriemarkt.
- Altkleider: Altkleidercontainer oder Sozialkaufhaus. Seit 2025 dürfen Textilien nicht mehr in den Restmüll.
- Farben, Chemikalien, Öl: Schadstoffsammlung / Wertstoffhof — niemals in den Ausguss oder die Tonne.
Warum falsches Trennen alle Mieter Geld kostet
Wird der Müll im Haus schlecht getrennt, kann das Entsorgungsunternehmen die Leerung verweigern oder teurer abrechnen. Diese Mehrkosten legt der Vermieter über die Nebenkostenabrechnung auf alle Mieter um. Gute Mülltrennung spart also direkt Geld.
Häufige Fragen
Was passiert, wenn ich den Müll falsch trenne?
Meist wird die Tonne zunächst nicht geleert oder bekommt einen Warnhinweis. Bei wiederholten Verstößen können je nach Kommune Bußgelder drohen. Außerdem steigen die Nebenkosten für das ganze Haus.
Wohin mit Pizzakartons?
Stark verschmutzte Kartons mit Fett- und Essensresten in den Restmüll. Saubere, fettfreie Kartons ins Altpapier.
Muss ich Joghurtbecher spülen?
Nein — „löffelrein“ reicht, also restentleert. Deckel abziehen und getrennt einwerfen, damit die Sortieranlage die Materialien erkennt.
Wohin mit „kompostierbaren“ Plastiktüten?
In den Restmüll. Sie verrotten in den Kompostanlagen zu langsam und gelten in der Biotonne als Fremdstoff. Für Biomüll: Papiertüten oder Zeitungspapier verwenden.
Wann darf ich Glas in den Container werfen?
Nur werktags, meist zwischen 7 und 20 Uhr — die genauen Zeiten stehen am Container. Nachts und sonntags ist das Einwerfen wegen Lärmbelästigung verboten.
Die genauen Regeln (Tonnenfarben, Abholtermine, Wertstoffhöfe, Bußgelder) legt Ihre Stadt oder Ihr Landkreis fest. Verbindlich ist die Abfallsatzung Ihrer Kommune — meist auf der Website der Stadt zu finden.
